<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/feedall" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Landesparteitag : Alles</title>
            <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/feedall</link>
            <description></description>
            <image>
                <url>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/img/logo.png</url>
                <title>Landesparteitag : Alles</title>
                <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/feedall</link>
            </image><item>
                        <title>W 2NEU: Ja zu Klimaschutz, Menschenrechten und fairem Handel! Nein zum Mercosur-Abkommen! </title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Ja_zu_Klimaschutz_Menschenrechten_und_fairem_Handel_Nein_zum_Mercosu-61078</link>
                        <author>LPT (beschlossen am: 26.10.2019)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Ja_zu_Klimaschutz_Menschenrechten_und_fairem_Handel_Nein_zum_Mercosu-61078</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ja zu Klimaschutz, Menschenrechten und fairem Handel! Nein zum Mercosur-Abkommen! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne setzen uns für fairen internationalen Handel mit ökologischen und sozialen Standards ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne sprechen uns für internationalen Handel aus. Wir sind keine Freihandelsgegner. Handel kann ökonomischen Wohlstand ermöglichen, Produkte für viele Menschen zugänglich machen und unsere Gesellschaften global vernetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es reicht aber nicht mehr aus Handelspolitik nur über Exportzahlen und die Absenkung von Zöllen zu definieren. Wir brauchen Standards für Klima-, Umwelt- und die Verbraucher*innenschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ressourcenschonende Produktionsweisen und hohe Menschenrechtsstandards gehören in moderne Handelsabkommen. Wir setzen uns deshalb u.a. für die Verankerung von Arbeitsnehmer*innenrechten, wie bspw. durch die ILO Kernarbeitsnorm, in Handelsabkommen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das von der EU, Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay angestrebte Freihandelsabkommen Mercosur wird derzeit beraten. Werden die Beratungen erfolgreich abgeschlossen und das Abkommen ratifiziert, entsteht die größte Freihandelszone der Welt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne sehen viele Chancen und Risiken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen, dass es gelungen ist den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro in den Mercosur-Verhandlungen auf das Pariser Klimaabkommen zu verpflichten. Wir kritisieren jedoch, dass es nach dieser Vereinbarung keinen Kurswechsel in der brasilianischen Klimapolitik gegeben hat und keine Möglichkeiten zur Sanktionierung bei Verstößen vorgesehen sind. Die Pariser Klimaziele werden untergraben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hauptprofiteure des Abkommens würden nach aktuellem Kenntnisstand die Auto-, Maschinenbau- sowie die chemische und pharmazeutische Industrie sein. Wir kritisieren, dass Zölle für co²-intensive Industrien gesenkt werden sollen, große Industrieunternehmen in diesen Bereichen kurzfristige Gewinne erzielen können, aber damit keine Verpflichtungen zur Umstellung ihrer Produktionsweise einhergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne lehnen die Anreize zur Massentierhaltung und eine Steigerung von Tierexporten aus Brasilien nach Europa ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Herstellung von mehr landwirtschaftlichen Produkten für den europäischen Markt fördert die Rodung von brasilianischen Wäldern. Deshalb fordern wir Grüne verbindliche Klauseln für Naturschutz und eine nachhaltigere Landwirtschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade vor dem Hintergrund unserer eigenen Minderheitenpolitik sprechen wir schleswig-holsteinische Grüne uns für den Schutz der indigenen Völker und ihrer Lebensräume aus. Ein Freihandelsabkommen zum Vorteil der Europäer*innen und einiger Weniger in den Mercosur-Staaten, darf nicht zur Bedrohung für indigene Völker werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das vorliegende Mercosur Abkommen entspricht nicht unseren Vorstellungen von einem fairen und klimagerechten Handelsabkommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern deshalb die Europäische Kommission, die Abgeordneten im Europäischen Parlament, unsere Landesregierung sowie die Bundestagsabgeordneten dazu auf, sich für einen Stopp des Mercosur-Abkommens in seiner aktuellen Form zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten einzusetzen. Stattdessen sollen sich die enstprecheneden Akteure für ein erneutes Verhandlungsmandat bezüglich eines Abkommens einsetzen, in welchem neben verbindlichen Regelungen zur strikten Einhaltung der Menschenrechte ein wirksames Nachhaltigkeitskapitel zum Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität verankert ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Grüne Landesvorstand wird aufgefordert zusammen mit anderen Bündnispartner*innen, wie Umweltverbänden und Gewerkschaften gegen das Mercosur-Abkommen aktiv zu werden und Informationsarbeit in Schleswig-Holstein zu leisten.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nicht nur aufgrund der Amazonasbrände und der Wahl des rechtsextremen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro steht das Freihandelsabkommen Mercosur im Fokus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Rahmen des Abkommens sollen nach aktuellem Kenntnisstand über 90 Prozent der Zölle für zwischen der EU und Mercosur gehandelte Waren abgeschafft werden. In der Konsequenz werden die Auto- und die Zulieferindustrie sowie Maschinenbau-, Chemie- und pharmazeutische Industrie die größten Profiteure des Mercosur-Abkommens sein. Eben diese Industrien sind gleichzeitig aber für einen wesentlichen Teil der weltweiten, energiebedingten co²-Emissionen verantwortlich. Statt der dringend benötigten Nachhaltigkeitswende werden durch das Abkommen klimaschädliche Industrien über Handelserleichterungen gefördert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das passt weder zum Pariser Klimaabkommen noch zu den Nachhaltigkeitszielen der UN.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Des Weiteren sollen im Bereich des Agrarsektors die Zölle, bei gleichzeitig festgeschriebenen EU-Importquoten von Rind- und Schweine- und Geflügelfleisch, gesenkt, teilweise sogar abgeschafft werden. Das Freihandelsabkommen wird in Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay dazu führen, stärker auf Agrarexporte zu setzen und mehr zu produzieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dies führt zu mehr Massentierhaltung unter hohem Einsatz von Antibiotika und gesundheitsgefährdenden Substanzen. In der Konsequenz werden für die Schaffung von Weideflächen weiterhin Wälder gerodet und indigene Völker bedroht und verdrängt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zwar ist im Mercosur-Abkommen ein Nachhaltigkeitskapitel enthalten, in dessen Rahmen verbindliche Klimaziele angegeben werden, doch ist eine Sanktionierbarkeit im Falle der Nichteinhaltung nicht gegeben. Vor dem Hintergrund der bisherigen massiven Umweltzerstörung durch Rodungen und Brände im Amazonas handelt es sich bei dem Nachhaltigkeitskapitel um einen zahnlosen Tiger.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein rechtsextremer Politiker wie Brasiliens Staatspräsident Bolsonaro ist durch seine Politik maßgeblich dafür verantwortlich, dass der für das Weltklima unersetzliche Amazonas fortwährend zerstört wird. Bolsonaro ist kein glaubwürdiger Partner, um die Klimaziele zu erreichen und fairen Handel zu vereinbaren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die EU muss sich für ein nachhaltig wirksames Schutzabkommen des Amazonas einsetzen und darauf hinwirken, dass Brasilien seinen Verpflichtungen im Kampf gegen die Abholzung im Amazonas-Gebiet nachkommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Statt die Verdrängung und Bedrohung indigener Völler durch intransparente Handelsabkommen zu befördern, muss die EU immer und überall die strikte Einhaltung der Menschenrechte zur Bedingung für Handelsgespräche machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Statt einem Abkommen, dass die Massentierhaltung fördert und unwirksame Bestimmungen hinsichtlich der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen enthält, muss die EU rechtsverbindliche Vorgaben zur nachhaltigen Produktion und zu klimafreundlichen Handelswegen für Fleisch machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Mercosur-Abkommen widerspricht allen Grundsätzen umweltschonender und fairer Handelsbestimmungen und muss daher unverzüglich gestoppt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir Grüne sollten dazu auf allen Ebenen mit Bündnispartner*innen aktiv werden. Die Debatten um das TTIP- und das CETA-Abkommen haben gezeigt, welche Kraft starke Bündnisse in der Handelspolitik entfalten können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 18 Nov 2019 18:17:00 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B 8NEU: Politische Bildung in Schleswig-Holstein stärken</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Politische_Bildung_in_Schleswig-Holstein_staerken-34586</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Politische_Bildung_in_Schleswig-Holstein_staerken-34586</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wahlalter senken</strong><br><br>
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein setzt sich dafür ein, das Wahlalter bei allen Wahlen auf 14 Jahre herabzusetzen. Außerdem fordern wir eine massive Verbesserung der Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen insbesondere auch auf Landes- und Bundesebene.<br><br><strong>Politische Bildung in Schleswig-Holstein stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein setzen sich dafür ein, dass das Unterrichtsfach Wirtschaft/Politik in der Sekundarstufe I verpflichtend ab der Jahrgangsstufe 7 an allen Schulen unterrichtet wird. Zudem müssen Inhalte der Politischen Bildung verstärkt Einzug in den Unterricht erhalten ab der fünften Jahrgangsstufe. Wir sehen auch die große Bedeutung des Faches Geographie an den Schulen, besonders im Kontext der Klimakrise. Das Fach mit seinem methodischen Schnittpunkt zwischen den Natur- und Sozialwissenschaften leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildung von Schüler*innen auf dem Weg in eine klimagerechte Gesellschaft. Beim Vermitteln von Politischer Bildung sollten auch andere Fächer, insbesondere die Geisteswissenschaften, einen höheren Stellenwert erfahren.<br><br><br><br><br>
Darüber hinaus beauftragt die Landesdelegiertenkonferenz die Landesarbeitsgemeinschaft Bildung zusammen mit Expert*innen auf dem Fachgebiet zu erarbeiten, wie die politische Bildung an Schulen in Schleswig-Holstein und die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften verbessert werden können. Dabei soll auch die Verzahnung der gesellschaftlichen Fächer hinsichtlich der politischen Bildung thematisiert werden.<br>
Außerdem beauftragt die Landesdelegiertenkonferenz die Landesarbeitsgemeinschaft Demokratie und Recht, sich mit verschiedenen Mitbestimmungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche auseinanderzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bildungsministerin hat das Jahr 2019 zum Jahr der politischen Bildung ausgerufen. In der nun anstehenden Oberstufenreform wird es beim Wi/Po Unterricht in einigen Profilen mehr Wahlmöglichkeiten geben zwischen Geografie und Wi/Po. Gleichzeitig sehen wir es als wichtig an, gerade im Jahr der politischen Bildung und auch danach das zentrale Unterrichtsfach Wi/Po zu stärken. Das ist gerade in Zeiten von erstarkendem Rechtsextremismus ein wichtiges Zeichen. Unser Ziel ist eine Aufwertung des Wi/Po Unterrichts in der Sekundarstufe I, um mindestens 6 Jahreswochenstunden ab der 7. Klasse zu erreichen.<br><br>
Gleichzeitig ist der Wi/Po-Unterricht nicht das einzige Fach, in dem politische Bildung betrieben wird. Auch andere Fächer, und auch die Beteiligungsstrukturen für Schüler*innen an den Schulen, sind dafür relevant. Mit dem Auftrag an die Landesarbeitsgemeinschaft Bildung erhoffen wir uns Ideen für eine verbesserte Vernetzung der Fächer bei der politischen Bildung und für eine noch stärkere Einbeziehung der Schüler*innen in schulische Entscheidungen, um die Demokratiebildung zu intensivieren. Dabei soll auch die Ausbildung der Lehrkräfte thematisiert werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 18 Nov 2019 17:48:25 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>N 6NEU: Das Wattenmeer nicht in der Nordsee ertrinken lassen</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Das_Wattenmeer_nicht_in_der_Nordsee_ertrinken_lassen-35224</link>
                        <author>Landesvorstand, Jan Philipp Albrecht, Silke Backsen (beschlossen am: 28.09.2019)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Das_Wattenmeer_nicht_in_der_Nordsee_ertrinken_lassen-35224</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Wattenmeer nicht in der Nordsee ertrinken lassen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der aktuelle Bericht „Ozean und Kryosphäre“ des Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) mit seinen 195 Mitgliedstaaten bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen. Über 100 Wissenschaftler*innen aus 80 Ländern haben die Klimaveränderung der Ökosysteme im Ozean, Küstenregionen, Polarmeeren und Berggewässern erforscht und in diesem Bericht für politische Entscheidungsträger*innen zusammengetragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Ergebnis ist eindeutig: der menschengemachte Klimawandel und die Erderhitzung werden sich künftig drastisch beschleunigen. Die Eismassen an den Polen schmelzen noch schneller als bislang angenommen und die Meeresspiegel steigen noch deutlicher. Für Schleswig-Holstein als Land zwischen den Meeren ist das eine besonders schlechte Botschaft. Das zeigt, dass wir dringend heute handeln müssen, um morgen noch Chancen auf intakte Lebensbedingungen zu haben, denn Klimaschutz ist der beste Küstenschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Folge des beschleunigten Meeresspiegelanstiegs droht das Wattenmeer zu ertrinken, die Erosion nicht nur der sandigen Küsten, sondern auch der Inseln und Halligen nimmt zu und immer häufigere Sturmfluten bedeuten ein immer größeres Risiko. In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ist mit Sedimentdefiziten im Wattenmeer und Verlusten von Wattflächen und Salzwiesen zu rechnen. Beides sind Puffer vor Überschwemmungen. Für den Schutz der einmaligen Küstennatur und der Küstenbewohner*innen haben das Wattenmeer und eine möglichst natürliche, widerstandsfähige Küstenlandschaft eine immense Bedeutung. Wir müssen dem Verlust einzigartiger Lebensräume, wie Wattflächen, Dünen und Salzwiesen im Wattenmeer entgegen wirken – um das Leben an der Küste auch in Zukunft zu ermöglichen, um einen einmaligen Lebensraum für kommende Generationen zu erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir betonen die Möglichkeiten der 2015 von der Landesregierung verabschiedeten „Strategie Wattenmeer 2100“, die als eine in Betracht zu ziehende Anpassungsoption das Ausgleichen der Defizite durch Einbringen von Material z. B. aus der Nordsee an geeigneten Stellen vorsieht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Statt mit harten Schutzbauten aus Stein oder Beton gegen die Kräfte der Natur anzuarbeiten, sollte dort wo dies möglich ist, eher „weicher Küstenschutz“ im Einklang mit der Natur z. B. in Form von Sandaufspülungen zum Einsatz kommen.<br></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Auch die Anpassung der Deichlinie kann sich in manchen unbewohnten<br>
Küstenniederungen der Nordseeküste als Maßnahme eignen. Durch die<br>
Verlegung der Deichlinie kann verlorene Küstennatur wiederhergestellt<br>
werden und mit dem Meeresspiegelanstieg besser mitwachsen. Zusätzlich<br>
wirken diese Überflutungsflächen vor dem Deich als Puffer gegen<br>
Sturmfluten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um Anpassungsstrategien zu entwickeln und in konkrete Maßnahmen umzusetzen, braucht es wirksame Politik und geeignete Förderinstrumente auf EU-, Bundes- und Landesebene.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Silke Backsen, Sprecherin der Grünen OV Pellworm, hat gemeinsam mit ihrer und weiteren Familie, die auch in Deutschland Biolandwirtschaft betreiben, gemeinsam mit Greenpeace die Bundesregierung verklagt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir als Landesverband haben die Unterstützung dieser Klage beschlossen und sehen diesen konkreten Antrag zur Klimaanpassung im Wattenmeer auch als Teil dieser Unterstützung. Die Klage wird in der Woche nach unserem Landesparteitag, am 31.10. um 10 Uhr in Berlin vor dem Verwaltungsgericht verhandelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Silke Backsen schreibt zur Klage: Wir haben es in den letzten Jahren immer wieder gespürt, die Wetterextreme treten auch in der Wattenmeer-Region immer häufiger auf. Starkregenereignisse, Dürreperioden, häufige Sommerhochwasser, lang anhaltende Sturmperioden...schon jetzt wird es zunehmend schwieriger, Landwirtschaft zu betreiben. Hinzu kommt bei allen Bewohner*innen der Inseln und Halligen die Angst vor dem steigenden Meeresspiegel. Wir - Familie Backsen von Pellworm - haben uns deshalb 2018 entschlossen, gemeinsam mit zwei weiteren Bio-Landwirtsfamilien und Greenpeace die Bundesregierung zu verklagen und zwar auf Einhaltung der Klimaziele 2020, von denen niemand mehr spricht! Unsere Insel liegt in vielen Bereichen unter dem Meeresspiegel und die Erhöhung der Deiche wird irgendwann nicht mehr ausreichen. 384 Jahre bevor wir die Klage beim Verwaltungsgericht in Berlin eingereicht haben, gab es eine große Sturmflut, bei der die Insel Strand endgültig zerrissen wurde. Pellworm wurde vom Festland getrennt, tausende Menschen starben. Wir leben in einem von Natur aus sehr dynamischen Lebensraum, der schon immer einem ständigen Wandel unterlag. Aber durch die menschengemachte Erwärmung der Erde werden diese Prozesse extrem beschleunigt. Wir brauchen JETZT wirksame Klimaschutzmaßnahmen seitens der Politik, um diesen einmaligen Lebensraum zu bewahren und das Leben und die Sicherheit der Menschen im Wattenmeer zu gewährleisten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 29 Oct 2019 16:11:33 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Kommentar zu: N 2: Beweidung von Photovoltaikanlagen ermöglichen</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Beweidung_von_Photovoltaikanlagen_ermoeglichen-35982?commentId=2383#comm2383</link>
                        <author>Lasse Bombien</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Beweidung_von_Photovoltaikanlagen_ermoeglichen-35982?commentId=2383#comm2383</guid>
                        <description><![CDATA[Sinngemäß ist der Antrag durch den beschlossenen Antrag K1, K2, K3, K7, E2 NEU: MUTIGES GRÜNES SOFORTPROGRAMM FÜR KLIMASCHUTZ nicht länger notwendig. Daher ziehen wir ihn zurück. ]]></description>
                        <pubDate>Sun, 27 Oct 2019 16:24:54 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W-PR: Wahlverfahren Parteirat</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Wahlverfahren_Parteirat-65315</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 25.09.2019)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Wahlverfahren_Parteirat-65315</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Wahlverfahren für den Parteirat</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Unabhängig von der Beschlussfassung des Satzungsänderungsantrags S 4 wird folgendes Wahlverfahren vorgeschlagen:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><em>Der Parteirat ist quotiert zu besetzen.<br>
(Der LaVo ist entweder mit 6 Mitgliedern im Parteirat (alt) oder 3 stimmberechtigten Mitgliedern (neu) vertreten.)</em></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><em>Zunächst werden die Plätze der GJ gewählt, wovon mindestens eine Frau sein muss.</em></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><em>Blockwahl Frauenplätze (die Mindestzahl hängt vom Satzungsbeschluss ab.</em></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><em>Blockwahl offene Plätze</em></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><em>Gewählt ist jeweils im ersten und zweiten Wahlgang, auf den mehr als 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen entfallen sind. Für den nächsten Wahlgang scheiden alle aus, die auf weniger als 10 Prozent der gültigen Stimmzettel gewählt worden sind. Ab dem dritten Wahlgang reicht die relative Mehrheit. Es muss jedoch ein Mindestquorum von 25 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmzettel erreicht werden. Erreichen mehr Kandidatinnen und Kandidaten in einem Wahlgang die erforderliche Mehrheit, als zu wählen sind, so sind nur die Kandidatinnen und Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt.</em></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><em>Die Reihenfolge der Vorstellung der einzelnen Bewerber*innen erfolgt alphabetisch nach Nachname.</em></li></ol></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 27 Oct 2019 10:47:21 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D 1.2: Geschützter Konsum statt Law and Order – gesetzliche Rahmenrichtlinien für Drogenkonsumräume in SH schaffen</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Geschuetzter_Konsum_statt_Law_and_Order__gesetzliche_Rahmenrichtlinien-8465/21391</link>
                        <author>Tafin Ahsbahs (KV Pinneberg)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Geschuetzter_Konsum_statt_Law_and_Order__gesetzliche_Rahmenrichtlinien-8465/21391</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_5047_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 19 bis 20 einfügen:</h4><div><p>Landesregierung an der Verordnung über die Erteilung einer Erlaubnis für den Betrieb von Drogenkonsumräumen in Hamburg vom 25. April 2000 orientieren.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br>Darüber hinaus fordern wir die Landtagsfraktion dazu auf, die Einführung vom sogenannten Drug-Checking in Anlehnung an das Berliner Modellprojekt, zu etablieren.</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Eine Konsumierung von illegalen Drogen findet statt und führt zu vielen Drogentoten aufgrund von unklaren Substanzen und schwankenden Konzentrationen der jeweiligen Wirkstoffen und der beigemischten Streckstoffe. Eine vorherige Überprüfung kann somit zu einer höheren Sicherheit und weniger Drogentoten führen. Zudem können gezielte Beratungs- und Aufklärungsgespräche zu den spezifischen Substanzen geführt werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 27 Oct 2019 10:35:00 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A 2: Dringlichkeit Syrien</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Dringlichkeit_Syrien-2300</link>
                        <author>Luise Amtsberg, (KV Kiel),  Lutz Baastrup (KV Flensburg), Benita von Brackel-Schmidt (KV Flensbur, Marlene Langholz-Kaiser (KV Flensburg), Danny Greulich (KV Nordfriesland,) Konstantin von Notz (KV Lauenburg), Jörn Pohl (KV Kiel), Anna Tranziska (KV Pinneberg), Steffen Regis (KV Kiel), Ingrid Nestle (KV Steinburg), Uta Röpcke (KV Lauenburg)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Dringlichkeit_Syrien-2300</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dringlichkeit Syrien:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesparteitag betrachtet mit großer Sorge die neuen Entwicklungen in Syrien und möchte mit Nachdruck die Positionierung der Fraktion von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag unterstützten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>sich auf europäischer Ebene, bei den Vereinten Nationen, insbesondere im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und im Rahmen der NATO alles für einen sofortigen Stopp der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien einzusetzen;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien, besonders innerhalb der NATO als klar als völkerrechtswidrig zu benennen und zu verurteilen;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>dringend an alle Beteiligten zu appellieren, das humanitäre Völkerrecht zu achten;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>mit sofortiger Wirkung sicherzustellen, dass die durch deutsche Aufklärungsflüge im Rahmen des Einsatzes über Syrien und dem Irak gewonnenen Aufklärungsdaten nicht länger mit der türkischen Regierung geteilt werden, den Bundeswehreinsatz über Syrien und dem Irak zu beenden und die Tornados aus Jordanien abzuziehen;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>keine neuen Hermesbürgschaften zur Absicherung wirtschaftlicher Aktivitäten in der Türkei mehr zu übernehmen und die Übernahme aller noch nicht genehmigten Anträge negativ zu bescheiden;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>alle deutschen Rüstungsexporte in die Türkei umgehend zu stoppen, erteilte Genehmigungen zu widerrufen und auf die europäischen Partner einzuwirken, dies ebenfalls zu tun;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>sich für persönliche und gezielte finanzielle Sanktionen gegen Präsident Erdoğan und sein Umfeld im europäischen Verbund einzusetzen und weitere Sanktionen zu prüfen;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>die flüchtlingspolitische Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei sofort zu beenden und von der Türkei als Hauptaufnahmeland von Flüchtlingen eine vollumfängliche Ratifizierung der Genfer Flüchtlingskonvention einzufordern;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li>die europäische Unterstützung zu unmittelbaren Gunsten der über drei Millionen Flüchtlinge in der Türkei weiter aufrechterhalten um die dortigen Strukturen zu entlasten, gleichzeitig aber auch höhere Kontingente für die Aufnahme von Geflüchteten zuzusagen;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li>Verantwortung zu übernehmen und die vor Ort inhaftierten deutschen IS-Kämpfer und ihre Angehörigen mit deutscher Staatsbürgerschaft sowie vorrangig ihre Kinder wieder aufzunehmen, damit diese schnellstmöglich in Deutschland für ihre Taten strafrechtlich verfolgt werden können;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li>die demokratische Opposition in der Türkei weiter zu unterstützen und die Tür für EU-Beitrittsgespräche in der post-Erdoğan-Ära weit offen zu halten;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li>maximalen Druck für eine diplomatische politische Lösung im Konflikt zwischen der Türkei und den Vertreterinnen und Vertretern der kurdischen Bevölkerung in der Region aufzubauen.</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 9. Oktober 2019 begann Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine angekündigte Militäroffensive im Nordwesten Syriens. Die türkische Invasion ist eine Verletzung des Völkerrechts und eine unverantwortliche militärische Gewalteskalation mit voraussichtlich dramatischen Folgen auf vielen Ebenen. Bereits jetzt hat das militärische Vorgehen der Türkei in Syrien das Ausmaß der humanitären Kata-strophe im Land dramatisch vergrößert, Fluchtbewegungen hervorgerufen und den ohnehin schon schrecklichen Gewaltkonflikt weiter verschärft. Wer suggeriert, der völkerrechtswidrige Einmarsch türkischer Streitkräfte in Nordsyrien habe mit vermeintlichen Sicherheitsinteressen der Türkei zu tun, stärkt Präsident Erdogan in seinem unverfrorenen Vorhaben, einen eindeutigen Völkerrechtsbruch mit Artikel 51 der UN-Charta zu rechtfertigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bereits im Januar 2018 hatte die Türkei mit einer Militäroffensive in Afrin Völkerrecht gebrochen. Die Bundesregierung hat keine klaren Worte zu diesem Völkerrechtsbruch gefunden und schweigt bis heute zu Menschenrechtsverbrechen in den besetzten Gebieten. Die fehlende Kritik der Bundesregierung hat Präsident Erdoğan signalisiert, dass er keine ernsten Folgen zu befürchten hat, wenn er seine militärische Offensive ausweitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit dem Flüchtlingsdeal von 2016 hat sich die EU zudem durch Erdoğan erpressbar gemacht. Die Türkei muss als Aufnahmeland mit der höchsten Zahl syrischer Geflüchteter bei deren Versorgung und Unterbringung finanziell umfassend unterstützt werden. Die Kernidee des Flüchtlingspaktes jedoch, im Gegenzug</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>jeden Geflüchteten, der die griechischen Inseln erreicht, in die Türkei zurückzuschicken, ist asylrechtswidrig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Einmarsch in Nordsyrien ist ein gezielter Angriff auf die kurdische Bevölkerung und eine bewusste Eskalation des Konflikts mit den Kurdinnen und Kurden im eigenen Land. Mit dem Angriff in Nordsyrien erstickt Präsident Erdoğan auf absehbare Zeit die letzte Hoffnung, den kurdischen Friedensprozess in der Türkei wiederzubeleben. Die Ankündigung, mittelfristig bis zu zwei Millionen syrischer Geflüchteter in das mehrheitlich kurdische Nordsyrien umzusiedeln, ist der aggressive Versuch, die dortige Bevölkerungsstruktur nach zynisch-nationalistischem Kalkül umzuschichten. Solche ethnischen Vertreibungen und zwangsweise Umsiedlungen würden zu einer humanitären Tragödie und gefährlichen neuen Konflikten führen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist falsch, dass die Bundesregierung in dieser Situation im Rahmen des Einsatzes</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>der deutschen Aufklärungs-Tornados über Syrien und dem Irak Aufklärungsdaten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>auch der Türkei zur Verfügung stellt. Die Bundesregierung kann nicht garantieren, dass die Aufklärungsdaten der Anti-IS-Koalition von der Türkei nicht für den Kampf gegen die Kurdinnen und Kurden in Syrien und dem Irak missbraucht werden. Die</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundesregierung muss die Verlängerung des Engagements der Bundeswehr bei</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>der Operation „Inherent Resolve“ zurücknehmen und die Tornados aus Jordanien</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>abziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit Beginn 2018 wurden Exportkreditgarantien (sogenannte Hermesbürgschaften)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>für die Türkei im Wert von rund 2,6 Milliarden Euro gewährt. In der Vergangenheit</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>hat Druck bei der Frage von Hermesbürgschaften gegenüber der türkischen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Regierung durchaus Wirkung gezeigt. Die Bundesregierung hat dieses Mittel aber bisher nicht genutzt, um Präsident Erdoğan von weiteren Eskalationen abzuhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Immer wieder wurden in der Vergangenheit Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in den Hintergrund gerückt, wenn ein lukratives Angebot für die deutsche Rüstungsindustrie in Aussicht stand. Seit dem Beginn der Offensive in Afrin wurden bereits Kriegswaffen im Wert von mindestens 427 Millionen Euro an die Türkei geliefert. Die Ankündigung der Bundesregierung, keine Genehmigungen für alle Rüstungsgüter, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten, zu erteilen ist völlig ungenügend, da sie sich nur auf einen Teil der Rüstungsexporte bezieht und bereits genehmigte Lieferungen weitergehen sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es braucht einen friedlichen, international getragenen Umgang im Konflikt zwischen der türkischen Regierung und den Kurden. Eine Lösung kann nicht in einer weiteren Eskalation des Krieges in Syrien und weiterer militärischer Aufrüstung der Türkei bestehen sondern muss friedlich, unter Einbeziehung der betroffenen Staaten und Interessengruppen sowie unter Wahrung des Völkerrechts erreicht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Normalisierungskurs der Bundesregierung gegenüber Ankara ist gescheitert und hat Präsident Erdogan in seinem autokratischen, anti-demokratischen Kurs nur bestärkt. Die Hinnahme systematischer und andauernder Menschenrechtsverletzungen, der Rückbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durch die türkische Regierung muss endlich ein Ende haben. Wir stehen hier fest an der Seite aller Demokratinnen und Demokraten in der Türkei.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 22:21:28 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>M 1-5 &amp; 7 NEU.1: „Bündnis für Verkehrswende“ und „Mobilitätswendegesetz“ in Schleswig-Holstein</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Buendnis_fuer_Verkehrswende_und_Mobilitaetswendegesetz_in_Schleswig-H-18197/21386</link>
                        <author>Andreas Tietze</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Buendnis_fuer_Verkehrswende_und_Mobilitaetswendegesetz_in_Schleswig-H-18197/21386</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_5047_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 38 bis 39 löschen:</h4><div><p>6. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Erhöhung der Landesmittel um 10 Mio Euro jährlich ab 2020 für die </del>Angebotserweiterung im kommunalen, regionalen und kreisübergreifenden ÖPNV-Netz </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 41 bis 42 einfügen:</h4><div><p>durch ein koordiniertes Schnellbus- und Zubringer-System. Ggf. ist hierbei das ÖPNVG anzupassen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">.Wenn der Bund die Regionalisierungsmittel im Rahmen des Klimapaktes erhöht, sollen die kommunalen ÖPNV- Mittel angemessen erhöht werden</ins>.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 21:23:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W 2.2: Ja zu Klimaschutz, Menschenrechten und fairem Handel! Nein zum Mercosur-Abkommen! </title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/motion/13847/amendment/21382</link>
                        <author>Rasmus Andresen (KV Flensburg), Bruno Hönel (KV Lübeck), KV Flensburg, Andre Kleyer (KV Lübeck)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/motion/13847/amendment/21382</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_5047_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 45 bis 47 einfügen:</h4><div><p>Parlament, unsere Landesregierung sowie die Bundestagsabgeordneten dazu auf, sich für einen Stopp des Mercosur-Abkommens <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">in seiner aktuellen Form </ins>zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten einzusetzen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">. Stattdessen sollen sich die enstprecheneden Akteure für ein erneutes Verhandlungsmandat bezüglich eines Abkommens einsetzen, in welchem neben verbindlichen Regelungen zur strikten Einhaltung der Menschenrechte ein wirksames Nachhaltigkeitskapitel zum Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität verankert ist</ins>.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 19:35:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D 11 NEU: Schleswig-Holstein zum sicheren Hafen machen!</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Schleswig-Holstein_zum_sicheren_Hafen_machen-27705</link>
                        <author>Grüne Jugend SH, Aminata Touré (KV Kiel)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Schleswig-Holstein_zum_sicheren_Hafen_machen-27705</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schleswig-Holstein zum sicheren Hafen machen!<br><br>
Es kann nicht weiter zugeschaut werden, wie Menschen unverschuldet im Mittelmeer ertrinken. Flucht darf kein Todesurteil sein!<br><br>
Bündnis ’90/Die Grünen Schleswig-Holstein bekennt sich zur den Zielen und der Initiative „Seebrücke-schafft sichere Häfen“ und fordert das Land Schleswig-Holstein dazu auf das ebenfalls zu tun.<br><br>
Das Land Schleswig-Holstein muss sich endlich gegen die Abschottungspolitik Europas stellen und sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass alle Menschen die aus lebensbedrohlichen Situationen fliehen an einem sicheren Ort ihrer Wahl ankommen und leben können. Schleswig-Holstein muss sich in diesem Sinne selbst als so ein sicherer Ort verstehen.<br><br>
Wir fordern das Land Schleswig-Holstein deshalb auf, Kommunen bei der Aufnahme von in Seenot geratenen Menschen zu unterstützen. Dabei soll zusammen mit der Initiative Seebrücke gearbeitet werden.<br><br>
Darüber hinaus fordern wir , dass das Land sich bereit erklärt weiteren Aufnahmeprogrammen zuzustimmen, die Schutzsuchenden eine Alternative zu dem gefährlichen Weg über das Mittelmeer anbieten. Denn wir wollen gar nicht erst, dass Menschen den oft tödlichen Weg über das Mittelmeer oder andere gefährliche Wege auf sich nehmen müssen.<br>
Dies sollte möglichst gemeinsam und abgestimmt mit anderen Bundesländern aufgebaut werden, die sich ebenfalls zu der Idee der SEEBRÜCKEN-Initiative bekennen (wie z.B. Brandenburg und Berlin). Sichere Wege wie über humanitäre Aufnahmeprogramme oder Resettlement-Programme zu gewährleisten halten wir für humanitär geboten.<br><br>
Nur beide Ansätze gemeinsam können langfristig zu einer Entschärfung der gefährlichen Situation auf dem Mittelmeer beitragen.<br><br></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 18:30:34 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>N 1.7: Rettet die Bienen und Artenvielfalt auch im Norden!</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Rettet_die_Bienen_und_Artenvielfalt_auch_im_Norden-29993/21374</link>
                        <author>Jan Philipp Albrecht (KV Kiel)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Rettet_die_Bienen_und_Artenvielfalt_auch_im_Norden-29993/21374</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_5047_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 31 bis 39:</h4><div><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">der <strong>ökologische Landbau</strong> analog zur Forderung in Bayern bis 2025 auf mindestens 20% und bis 2030 auf mindestens 30% ansteigt,</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li>sich die Entwicklung des <strong>ökologischen Landbaus</strong> an der Zielvorstellung des Bundes orientiert und in den kommenden Jahren auf mindestens 20% der Landesfläche kommt. Wir wollen höhere Fördersätze prüfen und Programme für die nötige Entwicklung der Marktstrukturen.</li></ul><ul><li><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">zunächst mindestens 16 % und später mindestens 18 % der Landesfläche für einen artenfreundlichen <strong>Biotopverbund</strong> geschaffen werden (bis 2023 bzw. 2027), hierzu müssen auch konkrete Vorgaben für zulässige Nutzungsformen in Biotopverbundflächen festgelegt werden,</del></li></ul><ul><li><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><span class="underline">die bisher 15 Prozent der Landesfläche umfassenden, artenfreundlichen <strong>Biotopverbünde </strong>deutlich erweitert werden um bis 2027 auf 18 Prozent der Landesfläche zu kommen. Im Zuge der Erstellung einer Biodiversitätsstrategie des Landes sollte die Kombination ambitionierter Flächenziele mit konkreten Vorgaben für zulässige Nutzungsformen in Biotopverbundflächen angestrebt werden,</span></ins></li></ul><ul><li value="1"><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">ab dem 1. Januar 2020</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">in den kommenden Jahren Maßnahmen ergriffen werden, mit denen</ins> auf Dauergrünlandflächen <strong>keine Pestizide</strong> mehr flächenhaft eingesetzt werden dürfen<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">, für</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">. Für</ins> die punktuelle Beseitigung giftiger, invasiver oder bei vermehrtem Auftreten für die Grünlandnutzung </li></ul></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Dies ist eine Modifizierung der Änderungsanträge N1.4, N1.5 und N1.6, um so vom Antragsteller übernommen werden zu können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 17:08:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Kommentar zu: D 10NEU: Links, grün, feministisch: Die Freiheit von Frauen schützen – Verbot der Vollverschleierung in öffentlichen Gebäuden</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Links_gruen_feministisch_Die_Freiheit_von_Frauen_schuetzen__Verbot_d-55412?commentId=2381#comm2381</link>
                        <author>Ute Lefelmann-Petersen</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Links_gruen_feministisch_Die_Freiheit_von_Frauen_schuetzen__Verbot_d-55412?commentId=2381#comm2381</guid>
                        <description><![CDATA[Ich glaube, wir sollten uns tatsächlich alle noch einmal sorgsamer mit dem übergeordneten Rahmen des Themas Vollverschleierung auseinandersetzen:
Welche Vorstellungen haben die Entscheider_innen des politischen Islam und des legalistischen Islam für das Leben muslimischer Communities in Europa?
Wo und durch wen werden diese Vorstellungen verbreitet?
Wie sind die bisherigen Maßnahmen zu bewerten, die unsere demokratischen Gesellschaften bisher ergreifen, um diesen Vorstellungen entgegenzuwirken?
Können wir über Grundrechte verhandeln mit extremistischen Kräften, die Menschenrechte, Frauenrechte, das Recht auf Meinungsfreiheit und die Gleichberechtigung der Geschlechter per se in Fragen stellen?
Welche Grundrechte beschneiden wir tatsächlich, wenn wir-  zumindest in unserem Bildungssystem - auf eine symmetrische Kommunikation (alle Kommunikationspartner_innen können sich gegenseitig identifizieren und auch die non-verbal vermittelten Subtexte wahrnehmen und entschlüsseln) dringen?



]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 16:02:59 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Kommentar zu: D 10NEU: Links, grün, feministisch: Die Freiheit von Frauen schützen – Verbot der Vollverschleierung in öffentlichen Gebäuden</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Links_gruen_feministisch_Die_Freiheit_von_Frauen_schuetzen__Verbot_d-55412?commentId=2380#comm2380</link>
                        <author>Kirk Fünderich</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Links_gruen_feministisch_Die_Freiheit_von_Frauen_schuetzen__Verbot_d-55412?commentId=2380#comm2380</guid>
                        <description><![CDATA[Welches Grundrecht ist hier bloß gemeint? Das Grundrecht des  Mannes, von seiner Frau die Vollverschleierung zu verlangen? 

Ein Verbot der Vollverschleierung trifft eben nicht die Religionsfreiheit. Wir wissen, dass über alle muslimischen Denkerinnen und Denker hinweg Einigkeit darüber besteht, dass eine Vollverschleierung nicht aus dem Koran abgeleitet werden kann und im besten Falle eine arabische Tradition ist, die in Ländern, in denen die Frauen nicht sichtbar sein dürfen, als rechtgläubige Ableitung aus dem Koran verkauft wird. Was wollen wir mit dieser Haltung noch zulassen? Sollen wir zukünftigen "Auslegungen" des Korans immer unwidersprochen folgen, seien sie noch rechtsverletzend?]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 15:37:42 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K5, K6, E1 NEU: Effektive Förderung der Wärmewende sowie des Aufbaus von Klimaschutzstrukturen </title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Effektive_Foerderung_der_Waermewende_sowie_des_Aufbaus_von_Klimaschutzst-27373</link>
                        <author>Kreisvorstand Kiel, Kreisvorstand Plön, Lasse Bombien (Kreisvorstand Rendsburg-Eckernförde (beschlossen am: 26.10.2019)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Effektive_Foerderung_der_Waermewende_sowie_des_Aufbaus_von_Klimaschutzst-27373</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Effektive Förderung der Wärmewende sowie des Aufbaus von Klimaschutzstrukturen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schleswig-Holstein ist das Land der Erneuerbaren Energien und sollte als leuchtendes Beispiel im Klimaschutz voran gehen. Leider sind die bisher auf den Weg gebrachten Maßnahmen sowohl in den meisten Kommunen des Landes wie auch auf Landesebene selbst nicht ausreichend um einen Effektiven Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele aus dem im Abkommen von Paris zu erreichen. Dazu sind wesentlich ambitioniertere Schritte sowie eine gemeinsames Vorgehen von Land, Kreisen und Kommunen notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordert der Landesparteitag von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein die Landesregierung auf,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>den Aufbau von Strukturen zur effektiven und effizienten Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes durch Unterstützungsmaßnahmen zu fördern, um den Herausforderungen der Klimakrise in den Kreisen, Ämtern, Städten und Gemeinden in S.-H. zu begegnen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>die Beschaffung von Grundlagen zur klimafreundlichen Wärmeplanung (z.B. in Form eines Wärmekatasters) sowie investive Maßnahmen zur klimafreundlichen Wärmeversorgung stärker zu fördern bzw. bestehende Fördermaßnahmen auszubauen, anzupassen und zu verstetigen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>einen Ausstiegsplan für Erdgas als fossilen Energieträger bei der Wärmeversorgung zu entwickeln. Dieser Ausstiegsplan soll ein Ausstiegsdatum für Erdgas bei der Wärmeversorgung enthalten und Möglichkeiten für eine sichere, CO<sub>2</sub>-freie Wärmeversorgung, auch von größeren Städten, aufzeigen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>die Amtsordnung für Schleswig-Holstein §5 Satz 1 Punkt 16 wird wie folgt zu ändern: &quot;Energie- und Wärmeversorgung sowie lokale Maßnahmen des Klimaschutzes sowie der Klimaanpassung&quot;</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>die Amtsordnung für Schleswig-Holstein §5 Satz 1 wird wie folgt zu ergänzen / ändern: „Durch Übertragungsbeschlüsse darf das Amt Träger von höchstens sechs der in Satz 1 enumerativ aufgeführten Selbstverwaltungsaufgaben werden, sofern eine dieser Aufgaben Punkt 16 „Energie- und Wärmeversorgung sowie lokale Maßnahmen des Klimaschutzes sowie der Klimaanpassung“ umfasst. Ist dies nicht der Fall, darf das Amt durch Übertragungsbeschlüsse Träger von höchstens fünf der in Satz 1 enumerativ aufgeführten Selbstverwaltungsaufgaben werden; auf die nach Satz 1 übertragbare Zahl von Aufgaben wird die Übertragung von Teilen einer Aufgabe voll angerechnet.“</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung zu Punkt 1.:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Schleswig-Holstein ist durch äußerst kleinteilige Strukturen geprägt und besteht bei gerade einmal knapp 2,9 Mio. Menschen aus über 1100 politisch selbständigen Städten und Gemeinden. Der Großteil der Gemeinden in SH hat also weniger als 1000 Einwohner*innen und ist viel zu klein um die notwendigen Ressourcen für einen effektiven und effizienten Klimaschutz vorzuhalten. 1022 dieser Städte und Gemeinden haben sich zur effektiveren und effizienteren Verwaltungsarbeit auf Amtsebene zusammengeschlossen. Aber selbst auf Ebene der Ämter wird der Klimaschutz (genauso wie die Klimaanpassung) in SH kaum behandelt. Aktueller Stand an Ämtern mit eigenem Klimaschutzmanagement: 7</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das bedeutet, dass für einen effektiven und effizienten Klimaschutz vor Ort Personal fehlt, welches sich um diese Belange kümmern kann. Daher kommt den Kreisen in SH hier eine Schlüsselrolle zu. Doch selbst auf Kreisebene sind meist zu wenige Stellen für Klimaschutz und Klimaanpassung vorhanden (meistens nur eine einzige Stelle). Dazu kommt, dass Klimaanpassung und Klimaschutz als Querschnittsthemen fast alle Bereiche des täglichen Lebens und somit alle Handlungsfelder der Kommunen betreffen. Um die klimapolitischen Ziele Deutschlands und Schleswig-Holsteins zu erreichen, wäre daher für jedes dieser vielen Felder ein hohes Maß an fachlicher Expertise und Erfahrung notwendig. Bei lediglich ein oder zwei Stellen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung kann diese Expertise aber nicht aufgebaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher haben sich nun einige Kommunen und Kreise auf den Weg gemacht und überlegen, wie und in welcher Form der Klimaschutz und die Klimaanpassung effektiv und effizient gestaltet werden können. Beispielhaft ist hier der Kreis Rendsburg-Eckernförde zu nennen, der zurzeit den Aufbau einer kreisweiten Klimaschutzagentur unter Beteiligung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden verfolgt. Solche und ähnliche Maßnahmen der Kreise und Kommunen in SH sollen durch das Land unterstützt und (personell und finanziell) gefördert werden um diese Ansätze schnellstmöglich umzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung zu Punkt 2.:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Wärmewende in Schleswig-Holstein, in Deutschland und Europa kommt nicht voran. Dabei ist der Sektor Wärme für über 40 % der CO<sub>2</sub>-Emissionen verantwortlich. Die Neu-Ausrichtung dieses Sektors auf erneuerbare Energien muss also dringend beschleunigt werden, wenn die klimapolitischen Ziele, wie sie sich Landes- und Bundesregierung gesetzt haben, noch erreicht werden sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Landesregierung Schleswig-Holsteins hat sich die Wärmewende ebenfalls auf die Fahnen geschrieben. Eine effektive Förderung entsprechender Maßnahmen in den Kommunen des Landes ist bisher aber nicht in Sicht. Zwar hat das MELUND vor kurzem eine neue Förderrichtlinie zum Aufbau klimafreundlicher Wärmeversorgungen veröffentlicht, die hinterlegten 5 Mio. € sind für investive Maßnahmen bzw. für einen wirkungsvollen Beitrag aber viel zu wenig. Projekte, die sich bereits in der Planung befinden und als Richtungsweisend zum Aufbau einer klimafreundlichen Wärmeversorgung angesehen werden können (z.B. in Preetz / Pohnsdorf) dürfen nicht durch mangelnde Unterstützung durch das Land scheitern. Daher fordern wir die Landesregierung auf, die Förderung des Klimaschutzes im Bereich des Sektors Wärme deutlich effektiver und effizienter auszurichten und auszubauen. Besonders im ländlichen Raum lassen sich entsprechende Maßnahmen ohne maßgebliche Unterstützung des Landes nicht umsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung zu Punkt 3.:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen und damit eine Klimaerwärmung von mehr als 1,5°C bzw. maximal 2°C zu verhindern, muss ein Ausstieg aus den fossilen Energieträgern schnellstmöglich umgesetzt werden. Dazu gehört neben dem Ausstieg aus Öl auch der Ausstieg aus fossilem Gas. Um diesen zu bewerkstelligen und damit Planungssicherheit für die Kommunen in S.-H., insbesondere der Städte, zu schaffen, soll ein Ausstiegsplan aus Erdgas für S.-H. erarbeitet und veröffentlicht werden. Dieser soll Wege aufzeigen, wie Städte und Gemeinden sicher ohne Erdgas und CO<sub>2</sub>-frei versorgt werden können. Außerdem ist ein derartiger Ausstiegsplan hilfreich, um festzustellen, wie viel Erdgasinfrastruktur wir noch brauchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung zu Punkt 4. und 5.:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Laut Amtsordnung für Schleswig-Holstein dürfen amtsangehörige Gemeinden in S.-H. die Verwaltung der Gemeinde in ihre Ämter Ausgliedern. Die Ämter unterstützen die angehörigen Gemeinden, bereiten in Absprache mit den jeweiligen Bürgermeister*innen Beschlüsse vor und führen nach diesen die Selbstverwaltungsaufgaben für die Gemeinden durch. Hinsichtlich der Aufgaben, die die Gemeinden zu erfüllen haben, fungiert das Amt zudem als beratende Instanz und wirkt auf deren Erfüllung hin. Darüber hinaus können mehrere amtsangehörige Gemeinden nach §5 gemeinsam dem Amt die Trägerschaft von Selbstverwaltungsaufgaben ganz oder teilweise aus einem Katalog übertragen. Dieser Katalog enthält 16 Aufgaben wie z.B. Wirtschaftsförderung, Wasserversorgung oder Schulträgerschaft. Außerdem enthält der Katalog unter Nr. 16 den Punkt „Energie- und Wärmeversorgung sowie lokale Maßnahmen des Klimaschutzes“. Aus diesem Katalog dürfen die Gemeinden dem Amt maximal 5 Aufgaben zur (teilweisen) Trägerschaft übertragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In der Amtsordnung für Schleswig-Holstein heißt es unter §5 Satz1 bisher: „Durch Übertragungsbeschlüsse darf das Amt Träger von höchstens fünf der in Satz 1 enumerativ aufgeführten Selbstverwaltungsaufgaben werden; auf die nach Satz 1 übertragbare Zahl von Aufgaben wird die Übertragung von Teilen einer Aufgabe voll angerechnet.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Schleswig-Holstein ist in weiten Teilen durch viele, sehr kleine Gemeinden im ländlichen Raum geprägt, welche ehrenamtlich geführt werden und daher durch Ämter unterstützt und verwaltet werden. Die Gemeinden sind häufig aufgrund ihrer Größe weder personell noch finanziell in der Lage, sich eingehend mit Aufgaben im kommunalen Klimaschutz bzw. den Anforderungen einer zukunftsfähigen Klimaanpassung auseinanderzusetzen. Doch gerade im ländlichen Raum ist das Potenzial für Klimaschutz und nachhaltige Energie- und Wärmeversorgung hoch. Ebenso sind die Erfordernisse der Klimaanpassung durch die bereits bestehenden Auswirkungen des Klimawandels in Schleswig-Holstein groß. Um die vom Bund zugesicherten Verpflichtungen im Klimaschutz zu erreichen, müssen diese Potenziale gehoben und die Gemeinden nachhaltig bei ihren Klimaanpassungsmaßnahmen und Klimaschutzanstrengungen unterstützt werden. Da für die vielen kleinen Gemeinden aber häufig auch andere Aufgaben von zentraler Bedeutung für die regionale Entwicklung sind, findet eine eingehende Beschäftigung mit den jeweiligen Möglichkeiten im Bereich des kommunalen Klimaschutzes häufig nicht statt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Beschränkung der auf Ämter übertragbaren Aufgaben auf maximal 5 führt außerdem dazu, dass andere, häufig als wichtiger erachtete Aufgaben übertragen werden. Schlussendlich führen diese Umstände dazu, dass die vielfältigen Möglichkeiten zum Klimaschutz in weiten Teilen des ländlichen Raums in S.-H. nicht erfasst und damit nicht genutzt werden. Genauso verhält es sich mit dringend erforderlichen Maßnahmen zur Klimaanpassung. Um Anstrengungen im kommunalen Klimaschutz effektiv zu unterstützen und zu fördern, soll der Landtag Schleswig-Holsteins die Amtsordnung für S.-H. wie oben beschrieben ändern/ergänzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die Möglichkeit den Ämtern eine sechste Aufgabe zu übertragen, sofern eine dieser Aufgaben den Punkt 16 „Energie- und Wärmeversorgung sowie lokale Maßnahmen des Klimaschutzes“ darstellt, werden die Ämter und Gemeinden in die Lage versetzt, gemeinsam den Klimaschutz „vor Ort“ deutlich effektiver und nachhaltiger auf den Weg zu bringen und umzusetzen. Zusätzlich soll der Punkt wie folgt geändert bzw. ergänzt werden: „Energie- und Wärmeversorgung sowie lokale Maßnahmen des Klimaschutzes sowie der Klimaanpassung“. Dadurch werden Klimaschutz und Klimaanpassung zusammen in ihrer Bedeutung für die Kommunen in S.-H. gestärkt und die Ämter in die Lage versetzt, diese Aufgaben bei Zustimmung durch die Kommunen zu übernehmen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 13:51:13 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K1, K2, K3, K7, E2 NEU: Mutiges GRÜNES Sofortprogramm für Klimaschutz</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/NEU_Mutiges_GRUeNES_Sofortprogramm_fuer_Klimaschutz-65440</link>
                        <author>Landesvorstand, Jan Philipp Albrecht (KV Kiel), Philipp Schmagold (KV Kiel), Ingrid Nestle (KV Steinburg), Detlef Matthiessen (KV RD-ECK) LAG Landwirtschaft, LAG Energiepolitik (beschlossen am: 26.10.2019)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/NEU_Mutiges_GRUeNES_Sofortprogramm_fuer_Klimaschutz-65440</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Jahr 2015 hat sich die Weltgemeinschaft in Paris gemeinsam das Ziel gesetzt, die globale Erhitzung deutlich unter 2°C, möglichst 1,5°C zu halten, um heutigen wie folgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Die Klimaforschung ist sich einig: Jedes Zehntel Grad zählt, um die dramatischen Folgen des globalen Temperaturanstiegs zu begrenzen. Der Kampf gegen die globale Überhitzung unseres Planeten ist die vorrangige Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts. Daher fordern wir GRÜNE, das anspruchsvolle Ziel einer maximalen Erhitzung um 1,5°C zum Leitmotiv des Klimaschutzpfades in Deutschland zu machen. Schon eine Erhitzung um 2°C würde die Lebensgrundlage von bis zu 500 Millionen Menschen weltweit bedrohen – unter anderem durch Wassermangel und durch die Ausdehnung von Wüsten. Dabei geht es nicht mehr um ein fernes Zukunftsszenario: Die gravierende Klimakrise zwingt schon heute weltweit mehr Menschen zur Flucht als sämtliche Kriege zusammen. Auch mitten in Europa zeigen sich die Auswirkungen mehr und mehr: Denken wir doch nur an den Extremsommer des vergangenen Jahres – und in diesem Jahr: 30°C am Polarkreis, Waldbrände von Griechenland bis Schweden, ausgedörrte Landschaften und Ernteausfälle in halb Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir müssen viel schneller werden als zwischenzeitlich gedacht, weil wichtige Jahre und Jahrzehnte lang der ernsthafte Klimaschutz verschlafen wurden. Wir werden unsere Politik danach ausrichten, im Zeitraum zwischen 2035 und 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Die Ideen, Instrumente und Technologien für ernsthaften Klimaschutz sind vorhanden. Die Unterstützung in der Bevölkerung wächst und wächst. Die Kinder, von denen wir unsere Erde nur geborgt haben, gehen zu Hunderttausenden für Klimaschutz auf die Straße. Etliche Unternehmen haben sich auf den Weg gemacht, weil sie wissen, dass eine Green Economy neue Wertschöpfungsketten und neue Arbeitsplätze schaffen wird. Klimaschutz ist nicht nur die ökologische Schicksalsfrage, sondern auch maßgeblich für die Zukunft unserer Wirtschaft: Eine sozial und ökologisch verträgliche Wirtschaftsweise achtet weltweit Menschen- und Tierrechte, hält die planetaren Belastungsgrenzen ein und wagt eine Abkehr von maßloser Überproduktion und Massenkonsum. Nicht nur im Interesse des Industriestandortes, sondern im Interesse der Menschen, des Gewerbes und des Handels ist der Übergang zu einer ressourcenleichten Produktion ohne Klimabelastung zu erzielen. Nur so schaffen wir ein dauerhaft lebenswertes Deutschland und erhalten unseren Planeten so, wie wir ihn kennen. Wir wünschen uns, dass Klimaschutz als Chance für wirtschaftlichen Erfolg, nachhaltiges Unternehmertum und Innovation sowie Motor des Arbeitsmarktes begriffen wird. Wir erwarten die Weiterentwicklung unserer sozialen Marktwirtschaft im Sinne eines sozio-ökologischen Wirtschaftsmodells, das die breit diskutierten Ideen von Postwachstum, Kreislaufwirtschaft und Gemeinwohlökonomie einbezieht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Europawahl und die Fridays-for-Future-Bewegung zeigen, dass die Bürger*innen konsequenten Klimaschutz wollen und keine parteipolitische Bedenkenträgerei. Unser Land braucht jetzt einen gemeinsamen gesamtgesellschaftlichen und politischen Kraftakt, um den Pariser Klimavertrag zu erfüllen und unserer und besonders allen zukünftigen Generationen die Chance zu geben, weiter in Freiheit zu leben. Mit dem von den Regierungsparteien im Bund vorgelegten Papier zum Klimaschutz werden zwar nun eine Reihe von wichtigen – gerade auch durch die schleswig-holsteinische Jamaika-Koalition vorangebrachten – Forderungen aufgegriffen und ein allererster Einstieg in einen einheitlichen Mindestpreis für CO2 vorgeschlagen. Diese Ansätze sind allerdings so zurückhaltend, dass sie für eine echte Wende in Richtung konsequenter Dekarbonisierung im Verkehrs- und Wärmesektor nicht geeignet sind und damit nötige Anpassung erneut um Jahre herausschieben – sie blockieren Klimaschutz und Energiewende weiter und setzen einen falschen marktwirtschaftlichen Rahmen, bei dem man auch nicht „dagegen an subventionieren“ kann. Es ist daher allerhöchste Zeit, dass die Bundesregierung mit ambitionierten Maßnahmen den Klimaschutz vorantreibt, statt ihn weiter zu blockieren. Die Bundesregierung muss umgehend entscheidende Weichen stellen, und zwar in folgenden vier Bereichen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Die zügige Einleitung des Kohleausstiegs und ein deutlich forcierter Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie der Sektorenkopplung.</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><strong>Der schnelle Einstieg in die CO2-Bepreisung mit 40/60 € pro Tonne CO2 als Basispreis (ABSTIMMUNG) und eine soziale Kompensation per Klimageld.</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><strong>Ein Klimaschutzgesetz als gesetzlichen Rahmen für Planungssicherheit in den Bereichen Wärme, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft erlassen.</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><strong>Die Potentiale der Klimaschutzleistungen in Land- und Forstwirtschaft erkennen, nutzen und ausbauen.</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir können jetzt zeigen, dass Klimaschutz, wirtschaftlicher Erfolg, Wohlstand und gesellschaftlicher Zusammenhalt in einem Industrieland im 21. Jahrhundert Hand in Hand gehen. Wir würden massiv davon profitieren – sowohl durch höhere Lebensqualität, als auch mit Blick auf Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze der Zukunft. In Deutschland gibt es mehr als genug Energie und Ideenreichtum, um die entscheidende Zukunftsfrage des 21. Jahrhunderts wieder entschlossen anzugehen. Der Moment dafür ist jetzt. Klare und mutige Entscheidungen sind erforderlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Papier ist auch ein Angebot zur Zusammenarbeit. Wir haben konkrete Vorschläge formuliert. Für ihre Umsetzung bieten wir sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat unsere Unterstützung an. Entscheidend ist, dass Deutschland seine nationalen, europäischen und international verbindlich zugesagten Ziele erreicht. Über den besten und schnellsten Weg dorthin sind wir offen für jeden konstruktiven Dialog.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kohleausstieg einleiten und Energiewende beschleunigen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, von Speichern und Netzen, muss dringend beschleunigt werden. Das ist genauso klimapolitisch notwendig wie ökonomisch vernünftig, denn Energie aus Wind und Sonne ist heute schon günstiger als neue Gas- und Kohlekraftwerke.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau wird jedoch derzeit vom klimaschädlichen Kohlestrom blockiert, für den nicht nur jährlich 240 Millionen Tonnen CO2 in die Luft geblasen werden, sondern der auch die Netze verstopft und gegenüber den Erneuerbaren einen unfairen Wettbewerbsvorteil hat. Viele Monate nachdem die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission ihren Kompromiss für den Ausstieg aus der Kohleverstromung vorgelegt hat, hat es die Große Koalition nicht geschafft, den Kohleausstieg einzuleiten. Wir brauchen schnell einen verbindlichen Abschaltplan bis 2030 und den konkreten Einstieg in den Ausstieg. Bis Ende 2022 sollen mindestens rund ein Viertel der Braunkohlekapazitäten und ein Drittel der Steinkohlekapazitäten abgeschaltet werden. Zudem soll sichergestellt werden, dass das Strukturfördergesetz mit einem Volumen von 40 Milliarden Euro an konkrete Abschaltungen gekoppelt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Während weltweit immer mehr in Erneuerbare investiert wird, brechen allerdings im Land der Erfindung der „Energiewende“ die Investitionen ein. Um die Segel wieder in den Wind zu stellen, wollen wir bestehende regulatorische Hemmnisse beseitigen und so „ermöglichen“ statt „verhindern“. Denn was wir derzeit erleben, ist das genaue Gegenteil. Trotz Klagen aus Energiewirtschaft und Industrie bleibt die Bundesregierung untätig, obwohl die Unternehmen dringenden Klärungsbedarf haben und am überbordenden Maß bürokratischer Regeln verzweifeln. Was passiert mit funktionstüchtigen aber nicht mehr geförderten Wind-, PV- und Biomasseanlagen, die es ab 2021 immer häufiger geben wird? Darf bald jeder wahlkämpfende Landespolitiker sein Bundesland zur Tabuzone für den Windkraftausbau erklären? Diese und viele weitere Fragen stehen unbeantwortet im Raum und versprühen das Gift der Verunsicherung in einer Branche, die Milliardeninvestitionen zu stemmen hat und die dringend Planungssicherheit braucht. Seit mehr als zwei Jahren beobachten wir Bremsen und Stillstand der Erneuerbaren Energien und gleichzeitig eine ausufernde Rechtsetzung mit vielen Tausend neuen Paragraphen Energierecht, die den Zubau der Erneuerbaren weiter ausbremsen. Zahlreiche Bundesratsinitiativen aller Länder zeugen aber davon, dass es anders gehen kann, wenn man will.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es gilt alle Deckel im EEG zu streichen, damit die klimafeindliche Begrenzung des Ökostromausbaus beendet wird. Insbesondere den Ausbau der Windenergie an Land und den der Solarenergie müssen wir beschleunigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist entsprechend wissenschaftlicher Empfehlungen (Sektorkopplungsstudie Prof. Dr. Quaschning) ein Zubau von jährlich mindestens 6 GW netto Wind an Land, 3 GW netto Wind auf See und 15 GW netto Photovoltaik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wind und Sonne schicken uns keine Rechnung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer Energiewende und Klimaschutz will, wer E-Autos, Wärmepumpen, Wasserstoffwirtschaft, einen Strommarkt ohne Atom und Kohle und Vieles mehr will, braucht als Basis schlicht sehr viel mehr Erneuerbare Energie. In Schleswig-Holstein setzen wir weiterhin auf einen zügigen und geordneten Ausbau der Windenergie auf See und an Land. Dafür werden wir Flächen bereitstellen und auf Bundesebene müssen die Rahmenbedingungen so verändert werden, dass die Bürger den Bau von Windparks wieder wie früher leichter selbst in die Hand nehmen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch brauchen wir mehr Solarstrom im städtischen und ländlichen Raum. Wir begrüßen die Initiative unseres Energiewende-Ministers Jan Philipp Albrecht und weiterer Ministerien anderer Länder im Bund zum schnelleren PV-Ausbau bei gleichzeitiger Steigerung der Qualität der Projekte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen eine <strong>Ausbauinitiative für Sonnenstrom</strong> in Deutschland und <strong>in Schleswig-Holstein</strong>. Auch im echten Norden mit weniger Sonnenstunden lohnt sich Photovoltaik, denn staubarme Luft und kühler Wind verbessern den Wirkungsgrad. In den letzten Jahren wurden in Schleswig-Holstein nicht einmal 50 Hektar PV-Freiflächenanlagen jährlich zugebaut. Das ist viel zu wenig, um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen! Wir wollen ab sofort <strong>jährlich 600 Hektar Freiflächen-Zubau</strong> für Schleswig-Holstein. Dieser soll sehr umweltverträglich mit gleichzeitiger <strong>Biolandwirtschaft</strong> und insbesondere durch <strong>natur- und artenschutzdienliche Maßnahmen</strong> in den zukünftigen Solarparks erfolgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mieterstrom</strong> muss endlich <strong>flott gemacht</strong> werden, damit auch Nichteigentümer sich an der Energiewende beteiligen können. Bürgerenergie gerade bei PV -Dachanlagen soll wieder die Regel werden. PV ist ein wichtiges Standbein bei der <strong>Diversifizierung landwirtschaftlicher Einkommen</strong>. Da geht noch mehr! Wir unterstützen dabei besonders unsere <strong>mittelständische Solarwirtschaft</strong>, die sich in SH am Markt etabliert hat. Wir unterstützen auch <strong>Forschung und Entwicklung</strong>. Mit dem Fraunhofer Institut ISET in Itzehoe und zahlreichen führenden Firmen im Bereich Leistungselektronik ist SH gut aufgestellt. Das wollen wir stärken und nicht verspielen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir möchten ein <strong>PV-<strong>Dachflächenkataster </strong></strong>im ländlichen und städtischen Bereich.<br>
E<strong>ine Flächenplanung</strong> (Positiv oder Negativflächenprofil) im Bereich der Solarfreiflächen <strong>lehnen wir ab</strong>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen ein <strong>Dialogforum</strong><strong>Energie und Natur </strong>in SH unter Einschluss der Wirtschaft, der Verbände und der Verwaltung würde ähnlich wie in Baden-Württemberg zu einer besseren Vernetzung aller beteiligten Akteure führen. Das Dialogforum hat auch die Aufgabe, einen <strong>Leitfaden<strong> &quot;Gute Fachliche Praxis</strong></strong>&quot; bei Planung, Errichtung und Betrieb von Solaranlagen zu erarbeiten <strong>unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher und landespflegerischer Belange</strong>. Ziel ist ein positiver Umweltsaldo, also eine Verbesserung für Natur und Umwelt. Wir werden dabei auch auf eine nachhaltige Umsetzung achten. Dies ist mit einem <strong>Beratungsangebot</strong> für die Akteure der Wirtschaft und der Kommunen zu flankieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nicht zuletzt fordern wir eine <strong>solare Baupflicht</strong> bei Neubau und im Bestand bei wesentlichen baulichen Änderungen am Dach.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen eine <strong>Beschleunigung von Fl</strong><strong>ä</strong><strong>chenausweisungen und</strong> eine Beschleunigung von <strong>Genehmigungsverfahren</strong> auf maximal 1 Jahr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Abstimmung:</strong> Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Bereich von 110m beiderseits von Autobahnen und Schienen sollen als landwirtschaftliche Nutzung, als sogenannte &quot;Sonnen-Ernte&quot;, gelten. Dadurch sind für diesen Bereich weder Flächennutzungsplan (F-Plan) noch Bebauungsplan (B-Plan) anzupassen und der Ausbau der Solarenergienutzung ist zeitnah machbar. Die Verankerung im Erdreich erfolgt dabei ohne Beton, sondern durch demontierbare Erdanker bzw. Erdschrauben. Und nachhaltig betriebene PV-Freiflächenanlagen sind deutlich insekten- und vogelfreundlicher als konventionell betriebene landwirtschaftliche Ackerflächen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Abstimmung: </strong>Wir setzen uns dafür ein, dass PV-Freiflächen-Anlagen im Außenbereich künftig privilegiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>...und das geht uns auf den Deckel: Der Wegfall des PV Deckels von 52 GW ist überfällig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ein fairer und ehrlicher Preis für CO2-Ausstoß</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ohne einen ehrlichen CO2-Preis und die Abschaffung von Subventionen bei fossiler Energienutzung ist weiter Stillstand angesagt. Der Umstieg auf Alternativen, die auf der Basis Erneuerbarer Energien entstehen, muss günstiger sein, als das Verharren auf Verhaltensmustern und Technologien, die am fossilen Energieverbrauch festhalten. Dazu fordern wir die Landesregierung auch auf, weitergehende Schritte zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie zu Umsetzung und Ausbau der vielen Bausteine der Sektorkopplung zu ergreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür brauchen wir einen Einstieg mit einem CO2-Preis von anfänglich mindestens 40/60 Euro [Abstimmung] pro Tonne. Klimafreundliche Innovationen werden belohnt, kommen in eine Wirtschaftlichkeit, klimaschädliches Verhalten wird verteuert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen allen Bürger*innen und Wirtschaftszweigen einen kalkulierbaren Übergang mit hohen Effizienzgewinnen ermöglichen. Das ist nicht nur ökonomisch wirksam, sondern auch ökologisch sinnvoll und die Chance für eine sozialverträgliche Energiewende.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der CO2-Preis muss in weiteren Schritten sukzessive aber zeitnah und verlässlich auf ein Niveau angehoben werden, das den Kosten entspricht, die durch den CO2-Ausstoß verursacht werden. Das sind derzeit 180 Euro/t CO2. Die Höhe dieses Preises hängt davon ab, wie konsequent verschiedene Maßnahmen der Reduktion der Klimagase umgesetzt werden und wirken. Es gilt: je früher die marktwirtschaftlichen Anreize wirken, umso schneller setzen sich Innovationen durch. Eine kohlenstoffneutrale Wirtschaft wird dann erreichbar sein, wenn Produktivität und Profitabilität sich auch daran bemisst, wie viel CO2 ausgestoßen wurde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Teile der Einnahmen können den Bürger*innen durch eine jährlich auszuzahlende Pro-Kopf-Klimaprämie zurückgegeben werden. Davon profitieren vor allem Menschen mit geringeren Einkommen. Wir werden die Einnahmen aber auch verwenden, um Stromnebenkosten wie Stromsteuer oder EEG-Umlage für Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen zu reduzieren. Weitere Herausforderungen sind z.B.: Ertüchtigung der Wärmeversorgung sowie Klimaneutrale Mobilität für alle sicherstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klimaschutz einen rechtlichen Rahmen geben</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE fordern, dass sich Deutschland in einem Klimaschutzgesetz das Ziel setzt, mehr als 75 Prozent der Treibhausgasemissionen – (bezogen auf 1990) bis 2030 einzusparen. Dabei müssen die Maßnahmen so gewählt werden, dass sie in Ihrer Gesamtheit geeignet sind dieses Ziel zu erfüllen. Die bisherigen Zielsetzungen der schwarz-roten Bundesregierung sind absolut nicht ausreichend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klimaschutzleistungen in der Land- und Forstwirtschaft mobilisieren</strong>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Land- und Forstwirtschaft können Klimaschutz! Dafür muss die Problematik der Treibhausgasemissionen in Land- und Forstwirtschaft zielgenauer angegangen werden! Im Rahmen des durch unseren Landwirtschaftsminister geführten Dialogs zur Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein sind die Fragen der Bekämpfung des Klimawandels und der Klimaanpassung die zentralen Handlungsfelder. Wir fordern die Landesregierung auf, unter Berücksichtigung unten angeführter Aspekte die Ausarbeitung des entsprechenden Rahmen und der Maßnahmen zügig fortzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Global denken, lokal handeln</strong>: Derzeit verbrauchen Deutschland und die EU virtuell viele Mio ha für den Import von Tierfutter, Lebensmittel und industriellen Rohstoffen. Es liegt im Sinne der Nachhaltigkeit diesen „Fußabdruck“ deutlich zu reduzieren und mit den eigenen Flächen auszukommen. Handelsabkommen, die den Import von Agrarprodukten aus Ländern mit deutlich niedrigeren Umwelt- und Sozialstandards erleichtern, lehnen wir ab. Sie unterlaufen die nationalen Bemühungen zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Stärkere Ausrichtung der <strong>Agrarförderungen auf Klima-, Umwelt- und Tierschutzaspekte</strong>: Landwirt*innen die bereit sind, höhere Leistungen für den Klimaschutz in ihrem Betrieb umzusetzen, sollen dafür auch besonders gestützt werden. Um die Potentiale der Böden für den Klimaschutz zu nutzen bekommen Fruchtfolgen und Bodenbearbeitung eine neue Bedeutung. Die Bindung von Treibhausgasen im Rahmen eines besseren Nährstoffmanagements, die energetische Nutzung von Gülle und anderen Reststoffen sowie eine andere Bewirtschaftung und Bearbeitung der Agrarflächen soll gefördert werden. Der Tierbestand soll an regionalverfügbare Flächen gebunden sein und einzelbetrieblich bei maximal zwei Großvieheinheiten pro Hektar liegen, perspektivisch noch darunter. Grünlanderhalt und besonders auch Weidehaltung muss wieder wirtschaftlich attraktiv werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bundesweite <strong>Ausweitung des Ökolandbaus </strong>bis 2025 auf mindestens 25 Prozent der Fläche! Der ökologische Landbau ist Leitbild einer flächengebundenen und vielfältigen Landwirtschaft. Durch Forschung und Förderung für die Umstellung und Beibehaltung des Ökolandbaues, sowie die Förderung von Absatzmöglichkeiten für Bio-Produkte wird interessierten Landwirten die Umstellung auf Ökolandbau weiterhin ermöglicht und erleichtert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine <strong>Wasserwirtschaft</strong>, die mit höheren Wasserständen CO2 im Boden bindet und gleichzeitig einen Mehrwert für Natur- und Artenschutz liefert. Insbesondere bei den in Schleswig-Holstein überdurchschnittlich häufig vorkommenden Moorflächen wollen wir die anhaltende Ausgasung durch höhere Wasserstände in der Nutzung und durch Wiedervernässung dieser Flächen deutlich vermindern. Unsere CO2-Senken im Land, also vor allem Dauergrünland, Moore und Wälder, wollen wir sichern, stärken und aufbauen und dabei auch einen Mehrwert für den Naturschutz erzielen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Wälder schützen und Bäume pflanzen</strong>: Wir brauchen Wälder, die der Klimakrise besser trotzen und dabei aktiven Klimaschutz betreiben. Bäume sind unsere gewachsenen Verbündeten, wenn es darum geht, CO2 zu binden. Auch ein Teil der menschengemachten Emissionen kann so gebunden werden. Sie sind unverzichtbar für den Klimaschutz. Der Aufbau eines naturnahen, gesunden Waldes kann viele Millionen Tonnen CO2 binden, bei nachhaltiger Nutzung des Holzes auch dauerhaft. Auch in der Waldpolitik muss auf allen Ebenen umgesteuert werden! Daher sollten ab sofort mindestens 0,5% des Bundeshaushaltes in Programme zur globalen Baumpflanzung fließen. Diese Mittel in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr sollen für Baumpflanzungs-Initiativen z.B. entlang von Feldwegen, Straßen und zur Ausweisung zusätzlicher Naturwaldflächen in Deutschland genutzt werden, aber auch zu Waldschutz- und Baumpflanzungs-Initiativen in anderen Ländern und Regionen unserer Welt, denn unser Klima hält sich nicht an Grenzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zentrale Forderungen zusammengefasst:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Unmittelbarer Beginn des <strong>Kohleausstiegs</strong> mit der Abschaltung erster Kraftwerke zum nächstmöglichen Zeitpunktund Abschluss bis 2030,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine sektorübergreifende CO2-Bepreisung in Höhe von zunächst 40/60 Euro<strong> pro Tonne CO2-Äquivalent</strong> (ABSTIMMUNG) einführen. Die Einnahmen werden den Bürger*innen durch eine jährliche Pro-Kopf-Klimaprämie und durch eine deutliche Absenkung der Stromsteuer vollständig zurückgegeben. Davon profitieren vor allem Menschen mit geringen Einkommen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unser Ziel: <strong>100 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien bis 2030 / den Ausbau der Erneuerbaren Energien sofort in großen Schritten beschleunigen (</strong><strong>ABSTIMMUNG</strong><strong>)! </strong>Den <strong>Ausbaudeckel bei erneuerbaren Energien</strong> streichen, Windenergie wieder in Schwung bringen, Förderung für Solarstrom vom Dach verbessern, mit anderen Erneuerbaren verzahnen und mehr Flächen für Wind und Solar zugänglich machen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Solarenergienutzung auf den Dächern und in der Freifläche vervielfachen und ab sofort einen jährlichen Zubau von natur- und artenschutzfreundlichen PV-Freiflächenanlagen auf mindestens 600 Hektar in Schleswig-Holstein ermöglichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Befreiung von der <strong>EEG-Umlage</strong> auf Betriebe begrenzen, die nachweislich einen erheblichen Wettbewerbsnachteil aufgrund eines im internationalen Vergleich höheren Industrie-Strompreises haben würden,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Neuzulassungen von mit fossilen Kraftstoffen betriebenen <strong>PKW </strong>im Jahr 2030 beenden und die Anschaffung emissionsarmer Fahrzeuge durch ein Bonus-Malus-System fördern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>LKW-Maut</strong> ist auf alle Straßen und alle Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen ausweiten,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Investitionsoffensive Bahn</strong> starten,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>jährlich angepasste <strong>Zulassungsquoten</strong> zur schrittweisen Reduzierung fossiler LKW, Busse und Schiffe, sodass diese ab spätestens <strong>2032</strong> nur noch mit erneuerbaren Antrieben zugelassen werden. Etwas später folgt die Luftfahrt, wobei die Entwicklung emissionsarmer oder auf regenerativen Energieträgern basierender Antriebe voranzutreiben ist. Parallel ist der Treibstoffverbrauch bei Interkontinentalflügen durch Routen- und Höhenwahl weiter zu senken,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Flugverkehr</strong> in die CO2-Bepreisung einbeziehen, Kerosin besteuern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die vollständige steuerliche Absetzbarkeit der <strong>energetischen Gebäudesanierung</strong> für selbstnutzende Eigentümer*innen ab Januar 2020 einführen und die Förderung der energetischen Gebäudesanierung deutlich steigern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine Einspeiseverpflichtung der Netzbetreiber für CO2-neutral produzierten <strong>Wasserstoff</strong> in das Erdgasnetz mit Erhöhung der Einspeisung entsprechend der Produktion aus Wind- und Sonnenstrom,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>„Global denken, lokal handeln“ und <strong>Handelsabkommen</strong> ausschließen, die Umwelt- oder Sozialstandards unterlaufen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>stärkere Ausrichtung der <strong>Agrarsubventionen</strong> an Klima-, Umwelt- und Tierschutzaspekte, die Ausweitung des <strong>Ökologischen Landbaus,</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Maßnahmen um <strong>Moore</strong> erhalten und wieder zu vernässen sowie eine verbesserte Wasserwirtschaft,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Grünlandschutz, Weidewirtschaft und eine flächengebundene Tierhaltung,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Wald</strong> schützen und <strong>Bäume</strong> pflanzen. Ab sofort sollten mindestens 0,5% des Bundeshaushaltes in Programme zur globalen Baumpflanzung fließen.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 13:46:02 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>W 2.1: Ja zu Klimaschutz, Menschenrechten und fairem Handel! Nein zum Mercosur-Abkommen! </title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/motion/13847/amendment/21368</link>
                        <author>Mukhtaar Sheekh Cali (KV Kiel)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/motion/13847/amendment/21368</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_5047_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 44 bis 47:</h4><div><p><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Wir</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">ab hier (Wir</ins> fordern deshalb die Europäische Kommission, die Abgeordneten im Europäischen Parlament, unsere Landesregierung sowie die Bundestagsabgeordneten dazu auf, sich für einen Stopp des Mercosur-Abkommens zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten einzusetzen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">.) bis hier streichen!<br><br>und ersätzen:<br><br>wir fordern deshalb die Europäsche Kommission, die Abgeordneten im Europäischen Parlament, unsere Landesregierng sowie die Bundestagsabgeorneten dazu auf dieses Abkommen zu einem fairen und klimagerechten Abkommen zu machen</ins>.</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 13:02:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>WP 21: Rainer Borcherding</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Rainer_Borcherding-51294</link>
                        <author>Rainer Borcherding (KV SL-FL)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Rainer_Borcherding-51294</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/lpt-26-27_10_2019/Rainer_Borcherding-51294/embeddedpdf?file=%2Flpt-26-27_10_2019%2FRainer_Borcherding-51294%2Fviewpdf%3FsectionId%3D5050"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 08:30:54 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K 3.2: Konsequenter Klimaschutz braucht ehrlichen CO2-Preis und starke CO2-Senken</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Konsequenter_Klimaschutz_braucht_ehrlichen_CO2-Preis_und_starke_CO2-Se-653/21344</link>
                        <author>Petra Ludwig-Sidow (KV Stormarn)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/Konsequenter_Klimaschutz_braucht_ehrlichen_CO2-Preis_und_starke_CO2-Se-653/21344</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_5047_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 44 bis 46:</h4><div><p>eine andere Bewirtschaftung und Bearbeitung der Agrarflächen fördern. Dazu gehört auch die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">naturnahe Neuwaldbildung</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Bildung naturnaher Laub(misch)wälder, der Erhalt und die naturgemäße, bodenschonende</ins> und <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">naturschutzverträgliche Pflege der bereits existierenden klimawirksamen Laub(misch)wäldersowie </ins>eine Wasserwirtschaft, die mit höheren Wasserständen CO2 im Boden bindet und gleichzeitig einen Mehrwert für </p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Neuwaldbildung darf nicht Pflanzung neuer Nadelbaummonokuluturen bedeuten, sondern Laubwälder mit standortheimischen Bäumen.</p>
<p>Das Kohlenstoffsenkenpotential älterer Wälder ist besonders hoch, und es wirkt sofort und nicht erst, wie die Neuanpflanzungen, in 20 Jahren oder später. Hinzu kommt, dass eine Auswirkung des Klimawandels bereits ist, dass neu gepflanzte Bäume im Laufe ihres Lebens weniger CO2 speichern, da es infolge schnelleren Wachstums kürzer ist (<a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-schnell-wachsende-baeume-sterben-frueher-a-1268054.html">https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-schnell-wachsende-baeume-sterben-frueher-a-1268054.html</a>). Der Schutz existierender Laubwälder, der Erhalt alter Bäume mit ihrem hohen Holzzuwachs hat daher eine größere Klimaschutzwirkung als Neuwaldbildung.</p>
<p>Auch der Boden in älteren Wäldern hat ein höheres Kohlenstoffsenkenpotential als landwirtschaftlich genutzte Böden, auf denen Wald neu gepflanzt wird. Ihr Schutz (auch vor Verdichtung durch Forstmaschinen) wirkt daher auch mehr als Entwicklung neuer Waldböden aus Böden mit extremem Stickstoffüberschuss.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 08:28:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F 1 NEU.1 zu F 1NEU: Schuldenbremse erweitern - Investitionen in die Zukunft ermöglichen</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/In_die_Zukunft_investieren-15309/21343</link>
                        <author>Luca Brunsch (KV Kiel)</author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/In_die_Zukunft_investieren-15309/21343</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_5047_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 67 bis 68 einfügen:</h4><div><p>Bankenrettungen vermieden werden. Keine Bank, kein Unternehmen darf „too big to fail“ sein.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Um dies zu verhindern, müssen diese Banken und Unternehmen im Zweifelsfall rechtzeitig zerschlagen werden.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 08:25:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F 1NEU: Schuldenbremse erweitern - Investitionen in die Zukunft ermöglichen</title>
                        <link>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/In_die_Zukunft_investieren-15309</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://lpt-26-27_10_2019.antragsgruen.de/lpt-26-27_10_2019/In_die_Zukunft_investieren-15309</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schuldenbremse erweitern - Investitionen in die Zukunft ermöglichen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne im Landesverband Schleswig-Holstein unterstützen das unter Federführung von Robert Habeck und unter Mitarbeit von Monika Heinold und Udo Philipp erarbeitete <strong>Konzept zur Verbindung der Schuldenbremse mit einer Investitionsoffensive. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Herausforderungen in unserem Land zu meistern,braucht es einen <strong>kräftigen Investitionsschub. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Zum einen</span> muss dem <strong>Klimawandel</strong> mit konsequenten Klimaschutzmaßnahmen entgegengewirkt werden und es bedarf einer Reaktion auf die Folgen bereits eingetretener Klimaveränderungen: dies erfordert kurzfristig Investitionen in Milliardenhöhe. <span class="underline">Zum anderen</span> muss die <strong>Infrastruktur</strong> in Kommunen, Ländern und im Bund dringend saniert und modernisiert werden. Ob Kitas, Schulen oder Hochschulen, ob Theater, Schwimmbäder oder Sporthallen, ob Rathäuser, Polizeistationen oder Gerichte, ob Schienenverkehr, Öffentlicher Nahverkehr, Radwege oder Straßennetz, ob Krankenhäuser oder Ladesäuleninfrastruktur: der Investitionsbedarf ist enorm. Hinzu kommt der dringende Bedarf an bezahlbarem Wohnraum sowie der immense Nachholbedarf bei der Digitalisierung und Glasfaserversorgung, um Deutschland zukunftsfähig aufzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Bundesrepublik wurde in der Vergangenheit zu lange auf Verschleiß gefahren und statt in Zukunftstechnologien zu investieren, wurden ökologisch schädliche Strukturen subventioniert. Jetzt heißt es, konsequent handeln und umsteuern. Wenn Energie-, Agrar- und Mobilitätswende gelingen sollen, müssen jetzt die Weichen dafür gestellt werden. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen eine Investitionsoffensive, die zugleich eine antizyklische Maßnahme wäre, um der schwächelnden Konjunktur etwas entgegen zu setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das GRÜNE Konzept sieht vor, </strong><strong>die Schuldenbremse weiterzuentwickeln und sie auf Bundesebene mit einer verbindlichen Investitionsregel zu verknüpfen. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zurzeit sieht die Schuldenbremse<strong> für den Bund </strong>vor,dass er sich in Höhe von 0,35 Prozent der gesamtstaatlichen Wirtschaftsleistung verschulden darf. Diese Regel wollen wir ändern. Wir wollen den Verschuldungsrahmen gemäß europäischer Vorgaben auf 1 Prozent erhöhen, ihn an Investitionen für Infrastruktur und Klimaschutz binden sowie an die Bedingung knüpfen, dass die bundesstaatliche Gesamtschuldenquote 60 Prozent des BIP nicht überschreitet. Damit bewegen wir uns im Rahmen des europäischen Fiskalpaktes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für die Länder</strong> gilt derzeit nach Vorgabe der Schuldenbremse, dass sie in konjunkturell schlechten Zeiten Schulden machen dürfen, um diese dann – planbar und verlässlich – in guten Zeiten zurückzuzahlen. Das ist eine vernünftige und generationengerechte Regel, welche Konjunkturzyklen berücksichtigt. Allerdings gibt sie keine Antwort darauf, wie Großinvestitionen getätigt werden können. Ein grundsätzliches Ausweichen auf ÖPP-Projekte ist für uns keine Lösung. Deshalb sieht das GRÜNE Konzept vor, verbindlich festzulegen, dass Länder – und ihre Kommunen – an den zusätzlichen Investitionsmitteln des Bundes partizipieren und selbst entscheiden können, für welche der vorgegebenen investiven Zwecke sie die Mittel einsetzen.<br><br>
Gelder aus Bankkonten, deren Besitzer*innen verzogen oder verstorben sind, fallen bisher nach einer Frist von 30 Jahren an die Banken.<br>
Bündnis 90/Die Grünen setzen sich dafür ein, dass mit diesen Geldern zukünftig ein neuer Fonds aufgebaut wird für nachhaltige und soziale Innovationen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Flankierend zur Anpassung des von der Schuldenbremse vorgegebenen Verschuldungsrahmens für den Bund, sollen mit dem GRÜNEN Konzept öffentliche <strong>Investitionsgesellschaften auf Bundesebene</strong> gegründet werden. Mit deren Hilfe sollen Investitionen, die sich – insbesondere in Zeiten von Nullzins – wirtschaftlich rechnen, also mit denen sich Einnahmen erzielen lassen (z.B. Stromleitungen, Ladeinfrastruktur für Elektroautos, Glasfaser für schnelles Internet...), finanziert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um unsere öffentlichen Haushalte strukturell besser aufzustellen wollen wir auch die Einnahmeseite strukturell verbessern – Schulden sind immer nur eine vorläufige Notlösung. Wir setzen dafür auf ein gerechtes Steuersystem, das zudem eine ökologische Lenkungswirkung haben muss. Schad- und Rohstoffe müssen höher besteuert werden, Vermögende können und müssen mehr zum Allgemeinwohl beitragen. Wir sprechen uns deshalb für die konsequente Schließung von Steuerschlupflöchern, eine schärfere Verfolgung von Steuerhinterziehung, für eine EU weite Digitalsteuer, sowie eine konsequente CO2 Bepreisung und für eine angemessene Vermögensbesteuerung aus. Eine sozial gerechte und ökologisch ausgerichtete Finanzwende soll auch sicherstellen, dass künftig teure Bankenrettungen vermieden werden. Keine Bank, kein Unternehmen darf „too big to fail“ sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE denken Finanzpolitik europäisch wie international. Wir fordern multinationale Mindeststandards und wollen das internationale Steuer Dumping stoppen, damit Großkonzerne nicht bessere Bedingungen haben als Mittelständler vor Ort. Auch und gerade weil wir die Klimaziele erreichen wollen und müssen, braucht es europäische wie internationale Regelungen und Investitionen in Klimaschutz, Innovation und Nachhaltigkeit. Dazu fordern wir einen europäischen Green New Deal, um die EU bis 2040 klimaneutral zu machen sowie eigene EU Einnahmequellen für einen auskömmlich finanzierten EU Haushalt und mehrjährigen Finanzrahmen. Zudem muss sich die Bundesregierung dazu bereit erklären 1,3% des BIPs in den EU Haushalt einzuzahlen, endlich ihre Blockadehaltung für gemeinsame europäische Investitionen aufgeben und sich dazu bekennen, dass Europa sozial gerecht und ökologisch gestalten werden muss.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es war richtig, dass sich Deutschland im Bund und in den Ländern Regeln gegeben hat, die dafür sorgen, dass die Staatsverschuldung nicht weiter unkontrolliert in die Höhe schnellt. Inzwischen ist es dem Land gelungen, strukturell ausgeglichene Haushalte aufzustellen und auch der Bund war bei der Haushaltskonsolidierung erfolgreich. An diesem Erfolg wollen wir festhalten und gleichzeitig den Spielraum der Schuldenbremse für den Bund erweitern, um die dringend notwendigen Investitionen insbesondere in Klimaschutz, Digitalisierung und Infrastruktur auf den Weg zu bringen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 26 Oct 2019 08:22:07 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>